SSA Dokumentation 2014 - page 68

Dokumentation der Fachtagung  
68
Beispiele indexbasierter Finanzierung: Teile der Schweiz, 
Hamburg, Nordrhein‐Westfalen, Niederlande. 
Von der OECD zur Reduktion der sozialen Benachteiligung von 
Schulen empfohlen. 
Bedürftige SchülerInnen können erreicht werden ohne 
Stigmatisierung. 
•
Von 100 Kompetenzarmen in Deutsch sind 11,81 in unbelasteten Schulen, 
33,7 in hochbelasteten Schulen 
•
Von 100 Kindern mit Migrationshintergrund sind 4 in unbelasteten 
Schulen, 50 in hochbelasteten Schulen. 
•
Von 100 mehrfach belasteten Kindern sind keine in unbelasteten Schulen, 
64 in hochbelasteten Schulen. Leistungsschwache Schüler werden erreicht 
ohne leistungsschwache Schulen zu belohnen. 
Neben der Festlegung der Höhe der Zusatzmittel muss auch deren 
Verwendung festgelegt werden. 
Sinnvoll ist, die Mittelverwendung dabei nicht zu sehr 
einzugrenzen, um schrittweise schulische Autonomie einzuführen, 
da diese zu einer Erhöhung des Leistungsniveaus und damit zu 
einer Reduktion der Anzahl leistungsschwacher Schüler/innen 
beitrüge. 
Fazit: Vorteile Indexbasierter Finanzierung 
•
Ausgleich von sozialen Benachteiligungen 
•
transparentes und objektives System 
•
Vermeidung des Matthäus‐Effekts 
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Förderung der schulischen Autonomie und Demokratie 
•
Anreize für engagierte Schulen und LehrerInnen 
•
Vermeidung von Stigmatisierungen (Einstufung als a.o. SchülerIn) 
•
Präventive Förderung möglich, nicht erst mit SPF‐Bescheid 
•
Reduktion der Bildungsarmut (Teilhabegerechtigkeit) und 
Chancenungleichheit 
NBB‐Index zur Messung der sozialen Zusammensetzung von 
Schulstandorten (nach Bacher) 
•
Index der sozialen Benachteiligung misst die soziale Zusammensetzung 
von Schulen. 
Folgende Merkmale der Schüler/innen werden berechnet: 
•
Anteil der Kinder aus dem unteren Quintil der Sozialstruktur 
•
Anteil der Kinder von Eltern mit nur Pflichtschulabschluss 
•
Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund 
•
Anteil der Kinder mit nichtdeutscher Alltagssprache 
Der Mittelwert der vier Merkmale bildet die Basis für den Index der sozialen 
Benachteiligung. Es wird 100 addiert. 
Gering: <=115; mittel: 115–125; hoch: 125–135; sehr hoch:>135
Ausmaß und 
Verwendung der 
Zusatzmittel 
. Es wird  
100  
addiert
…
I...,58,59,60,61,62,63,64,65,66,67 69,70,71,72,73,74,75,76,77,78,...82
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