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So bedeutet zum Beispiel eine Nachfrageelastizität von 1: Eine Preis-
senkung von l% führt zur Erhöhung der nachgefragten Menge um 1%.
Beträgt die Nachfrageelastizität 2, dann würde ein Preisrückgang von l%
die nachgefragte Menge um 2% erhöhen, usw.
(2)
Die Lehre von der „repräsentativen Firma“, das ist der für die
Kostenstruktur einer bestimmten „Industrie“ oder Unternehmensgruppe
typische, deren Gesamtangebot repräsentierende Betrieb.
(3)
Die Lehre vom zunehmenden Ertrag bei aufsteigender Wirtschaft.
(4)
Die Berücksichtigung des Zeitablaufes durch Unterscheidung
verschieden langer Perioden der Anpassung der Normalpreise.
Marshall unterscheidet nachstehende Fälle:
„Augenblicklicher“ Marktpreis: das Angebot ist als gegeben anzusehen, der
Marktpreis wird ausschließlich von der Nachfrage bestimmt.
Normalpreise für kurze Perioden: bei diesen wird diejenige Menge
angeboten, die zu dem gegebenen Preise in der gegebenen Periode mit dem
vorhandenen Bestande an Produktionsmitteln erstellt werden kann.
Normalpreise für lange Perioden: bei diesen wird der Produk-
tionsmittelbestand verändert, der zur Erzeugung nach Maßgabe der zu
erwartenden Nachfrage erforderlich ist.
Normalpreise, die durch säkulare Veränderungen Zustandekommen: hier
beeinflussen exogene Faktoren wie zum Beispiel Bevölkerungsvermehrung,
technischer Fortschritt die Preisbildung.
Je kürzer eine betrachtete Zeitspanne, in desto größerem Maße beeinflußt
die Nachfrage die Preishöhe; je länger hingegen die Zeitspanne, desto stärker
kommen Angebot und Produktionskosten zur Geltung.
(5)
Endlich sein Beitrag zur Verallgemeinerung des Rentengrundsatzes
(„Quasirente“).
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3. Die a m e r i k a n i s c h e G r e n z n u t z e n l e h r e a.
John Bates Clark
Gegenüber der von Edgeworth und Marshall vertretenen Gleichgewichtigkeit
von Nutzen und Kosten als wertbestimmender Fak-